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Kurzerklärung:

Mit den sogenannten Konfliktdiamanten (“Blutdiamanten, Kriegsdiamanten“) wurden in den 1990er die Kämpfe der tobenden Bürgerkriege in Afrika finanziert. Unzählige Rebellen haben in dieser Zeit mit illegalen Diamanten gehandelt, um Waffen zu kaufen und somit die Kämpfe und Konflikte in Krisenländern, wie Liberia, Sierra Leone und Angola fortzusetzen. Darüber hinaus sind nicht nur Kriege die Ursache. Ebenso sind teilweise die Arbeitsbedingungen der Arbeiter in den Minen menschenunwürdig. Gerade aus diesen unakzeptablen Gründen ist der Handel mit „Konflikt-Blutdiamanten“ verboten.

Um diese Probleme zu lösen, trafen sich Diamantenproduzenten aus mehreren Staaten im südafrikanischen Kimberley. Im Jahr 2003 wurde dann das Kimberley-Prozess-Zertifizierungssystem erhoben. Das Kimberley-Prozess-Zertifizierungssystem (KPCS) sorgt dafür, dass umfassenden Kontrollen beim Im-und Export von Rohdiamanten, Kontrolle von Handelsware sowie der Produktion zwischen den teilnehmenden Ländern sichergestellt ist. Das bedeutet, dass nur Diamanten gehandelt werden dürfen, welche durch das Herkunftszertifikat lückenlos nachgewiesen werden kann. Somit sind Konfliktsteine gänzlich aus dem legalen Handel ausgeschlossen.

Besonders die bekannten Zertifizierungsinsitute achten strengstens darauf, dass nur Diamanten zertifiziert werden, welche den Richtlinien der KPCS unterworfen sind.

Wie vermeiden Sie den Kauf eines Konfliktdiamanten?

Durch das Kimberley-Prozess-Zertifizierungssystem wird der Handel mit Konfliktdiamanten unterbunden, da dieser Prozess die Herkunft der Diamanten von den einzelnen Minen bis hin zur Verkaufsquelle verfolgt und strengstens kontrolliert wird. Es sind mittlerweile 99,9 Prozent konfliktfreie Diamanten auf dem Markt. Bei den restlichen 0,1 Prozent kann man davon ausgehen, dass Konfliktdiamanten weiterhin in Krisenregionen vorhanden sind.

Deshalb sollten man nur von Händlern kaufen, die sich an die weltweiten anerkannten Richtlinien halten.