Konfliktfreie Diamanten

Kurzerklärung:
Mit dem Verkauf von Konfliktdiamanten (Blutdiamanten/Kriegsdiamanten) wurden in den 1990er-Jahren kriegerische Auseinandersetzungen in Afrika finanziert. Unzählige Rebellen handelten in dieser Zeit mit illegalen Diamanten, um Waffen zu kaufen und die Kämpfe und Konflikte in Krisenländern wie Liberia, Sierra Leone und Angola fortzusetzen.  Blutdiamanten trugen so zur Verlängerung und Intensivierung von Konflikten bei. Darüber hinaus sind nicht nur Kriege die Ursache. Ebenso sind teilweise die Arbeitsbedingungen der Arbeiter in den Minen menschenunwürdig. Gerade aus diesen unakzeptablen Gründen ist der Handel mit „Konflikt-Blutdiamanten“ verboten.

Um diese Entwicklung zu stoppen, trafen sich im Mai 2000 Diamantenproduzenten aus mehreren Staaten im südafrikanischen Kimberley. Im Dezember 2000 verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution, mit der das Kimberley-Prozess-Zertifizierungssystem (KPCS) beschlossen wurde. Das Sytem trat 2003 in Kraft. Es sorgt dafür, dass umfassende Kontrollen beim Im- und Export von Rohdiamanten und Handelswaren sowie bei der Produktion zwischen den teilnehmenden Ländern sichergestellt sind. Es darf demnach nur mit Diamanten gehandelt werden, deren Herkunft durch ein Zertifikat lückenlos nachgewiesen wird. Konfliktsteine sind somit gänzlich aus dem legalen Handel ausgeschlossen.


Besonders die bekannten Zertifizierungsinsitute achten strengstens darauf, dass nur Diamanten zertifiziert werden, die den Richtlinien der KPCS entsprechen. 

Wie vermeiden Sie den Kauf eines Konfliktdiamanten?
Durch das Kimberley-Prozess-Zertifizierungssystem, das die Herkunft der Diamanten von den einzelnen Minen bis zur Verkaufsquelle verfolgt und strengstens kontrolliert, wird der Handel mit Konfliktdiamanten unterbunden. Mittlerweile sind 99,9 % der  Diamanten auf dem Markt konfliktfrei. Bei den restlichen 0,1 % handelt es sich um Konfliktdiamanten aus Krisenregionen.

Sie sind daher immer auf der sicheren Seite, wenn Sie sich beim Kauf von Diamanten an Händler wenden, die sich an die weltweit anerkannten Richtlinien halten.